Kolumbianische Gewohnheiten

Was ich inzwischen noch so alles bemerkt/ erfahren hab…

  • Zahlt man mit Kreditkarte, wird hier auch bei noch so kleinen Beträgen häufig gefragt: „Cuantas cuotas?“, also in wie vielen Raten die Summe abgebucht werden soll… Hab in Deutschland keine Erfahrung mit Kreditkarten, aber dort ist das nicht üblich, oder?
  • Die allgemeine Höflichkeit der Kolumbianer verlangt auch, dass man zum Beispiel beim Einkaufen „me regalas…“ verwendet, also „schenkst du mir…“, und man folgenden Gesprächsfetzen mit Abstand am häufigsten aufschnappt: „Ay, que pena!“ – „Tranquilo/a!“ („Oje, das tut mir Leid!“ – „Ganz ruhig, alles gut/ nix passiert!“. Außerdem wird ein „gracias“ mit „con mucho gusto“ („es ist mir ein Vergnügen“) erwidert, ein einfaches „de nada“ klingt schon fast unhöflich… Und eine Begrüßung ist immer mit Fragen nach dem Befinden verbunden: „Como te ha ido? Cómo vas?…“; Abschiede sind immer von den besten Wünschen begleitet: „Que te vaya bien! Que estés bien! Cuídate! …“
  • Besonders coole Sachen sind „una chimba“ (nicht zu verwechseln mit „chimbo“ – „Penis“) oder „chévere“
  • Die Uni gleicht manchmal einem Marktplatz, da laufen tatsächlich Studenten rum, die sich Geld verdienen, indem sie Snacks verkaufen… in der Uni…
  • Wenn etwas in einer Woche stattfindet, ist das nicht in 7 Tagen, sondern in 8
  • Für gringos gelten die Kleidervorschriften in Clubs nicht, da wird man auch in Nobelschuppen mit Turnschuhen reingelassen. Kolumbianer auf keinen Fall… (in Deutschland wohl eher andersrum…)
  • Während in Deutschland wenn dann Mädchen mit k.o.-Tropfen flachgelegt werden, sind es hier vor allem auch die Jungs. Es gibt richtige Netzwerke von „prepagos“, Mädchen, die sich darauf spezialisiert haben, Jungs in Clubs zu beflirten, sie mit Drogen zu betäuben und sie dann zu bestehlen… Eigentlich angeblich leicht an ihrem freizügigen Kleidungsstil zu erkennen, aber das „Geschäft“ boomt.

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