Der eigentlich Plan heute war, ins Planetarium zu gehen, um eine Art Show anzusehen, aber leider wurde der Saal für eine Show morgen hergerichtet, weshalb wir nur eine kleine Ausstellung ansehen konnten und das Vorhaben auf Morgen verschoben.
Auch der Plan, ins Katzencafé zu gehen (ja, da gibt es echte Katzen), schlug fehl, da wir am falschen Ort waren und uns in einem Restaurant mit dem irreführenden Namen „Gatos“ befanden…
Schließlich landeten wir im Museo Nacional und waren leider auch davon eher enttäuscht. Aber einige interessante Sachen fanden wir:
Im Zusammenhang mit der Violencia/ el Conflicto: Ein Mann mit Baby und Gewehr auf dem Schoß, leider wissen wir nicht, zu welcher Seite er gehörte.

Eine Plaza de toros in Miniatur:

Wie ich am Anfang des Semesters schon berichtet hatte, is t die Chicha, eine Art Bier aus Mais, traditionelles Getränk der ländlichen Gegenden Kolumbiens. Wie uns ein Securitytyp ganz exklusiv erklärte, gab es eine Kampagne, die die Bevölkerung abhalten sollte, dieses Getränk zu konsumieren, da es zu Gewalttätigkeit führte und mit Gefängnis bestraft wurde…

Eine Deutsche Bierfirma, La Bavaria, die in Kolumbien Ende des 19. Jhdt. auf großen Erfolg hoffte, hatte mit den Gewohnheiten der Kolumbianer zu kämpfen, die ihre Chicha bevorzugten. Der schlaue Schachzug war schließlich, La Pola, eine Nationalheldin Kolumbiens auf den Flaschen zu platzieren – was schließlich funktionierte. So sagen die Kolumbianer immer noch, anstatt von cerveza zu sprechen: „Tomemos una pola!“
Für diejenigen unter euch, die des Spanischen mächtig sind:
https://www.elespectador.com/noticias/politica/pola-heroina-popular-articulo-424038

Afrikanische Traadition der eingeführten Sklaven:

Diese Decke nähten Frauen aus einem Dorf, das von Paramilitares überfallen wurde, wobei viele Einwohner ums Leben kamen, um ihre Traumata zu verarbeiten.

Eine Druckmaschine:

Danach ging’s mit Fanny zu Tomy Tomato, eine billige Pizzaaktion konnte nicht ignoriert werden…