El mercado de Paloquemao

Viele Kolumbianer hatten mir empfohlen, einmal auf den Markt an der Plaza de Paloquemao zu gehen, heute haben wir das endich umgesetzt. Auch, weil es die Aufgabe für einen Kurs war, sich das Treiben dort anzusehen und Obst und Gemüse zu dokumentieren, das einem bisher Unbekannt war.

So fuhren wir per Transmi zum besagten Marktplatz, an dem täglich alles angeboten wird, was man sich vorstellen kann. Von Obst und Gemüse über Gewürze, Haushaltswaren, Fisch, Essen zum sofortigen Verzehr und und und… Nur Kleidung gibt es keine. der Markt hat jahrzehntelange Tradition und die Verkäufer kommen früh am Morgen. Die allerersten sind die Blumen- und Pflanzenverkäufer, die aber leider schon weg waren, als wir um 1 Mittags ankamen. Auch viele andere Stände in der großen Halle hatten leider schon zu oder waren am Einpacken, trotzdem war das Geschehen beeindruckend.

Aber seht selbst:

Riesenmozarella:

Eine Krippe…

 

Guatila:

Cubio:

Alle denkbaren Kräuter, vor allem für Tee, auch Marihuana und Coca…

Pepino, ist innen hohl, deshalb füllt man sie beim Kochen meist:

Higo chumbo (Kaktusfeige):

Curuba (vor allem verwendet für Saft):

Frijoa:

Arracacha:

Hmmm… ohne Worte 🙂

 

Megaland

Das hier war die Schlange, die uns erwartete, als uns der Uber-Fahrer gestern morgen beim Parque Simón Bolívar rausgeschmissen hat… Die Kolumbianer haben eine ausgeprägte Vorliebe für Schlangen… Auch hier gab es nicht nur eine, sondern zwei: Chicos und Chicas getrennt, damit die Abtastung durch Polizisten/ Polizistinnen am Eingang gesetzesgemäß erfolgen konnte. Das Chaos war aber vorprogrammiert, da sich geschlechtsgemischte Freundesgruppen oder Pärchen natürlich nicht freiwillig trennten. Außerdem war die Schlange der Männer viel kürzer, weshalb sich viele Mädels dort anstellten, die dann aber von den anderen Chicas mit „Chicas atrás!!“, also „Hintenanstellen“ weggeekelt wurden… Unglaublich, wie zickig die sein können… außerdem ging die Jungsschlange viel schneller, da viele Mädels es trotzdem dort nach vorne schafften und dann aber auf die Frauenseite wechselten. Wir standen also eine Stunde in der prallen Sonne, bevor wir reinkamen. Aber es lohnte sich. Von 2 bis 10 traten ca. 15 Musiker/ Bands auf und wir hatten durch unsre VIP.-Karten, die nichtmal 30€ gekostet hatten, beste Sicht. Die Stimmung war unglaublich und wir sahen unter anderem Nicki Jam, J. Balvin und Carlos Vives.

Gegen Ende war ich aber wegen des wenigen Schlafs, meines Schnupfens und des ununterbrochenen Stehens ziemlich erledigt. Zum Heimfahren fanden wir auf Grund des großen Andrangs auch nur schwer einen Uber… Aber es war die „Strapazen“ wert.

Videos hab ich gemacht, leider hört man nichts, es war einfach zu laut. Die sind von Nadine 🙂

 

 

https://www.lamega.com.co/webiando/line-up-oficial-megaland-2017/

https://www.youtube.com/watch?v=eyMXuOfaaoI

 

https://www.youtube.com/watch?v=btZB3wOTOFo

https://www.youtube.com/watch?v=IekFHLJ47VM

 

 

Dummheit siegt

Nach unserem Festmahl im „WOK“ sind wir dann ein paar Straßen weitergelaufen, die Zone um die calle 85 ist bekannt für ihr Nachtleben. Gelandet sind wir in einem Reggeaton-Club mit tödlichen Treppen und komischer grüner Plastikpflanzen-Deko gelandet. Vor dem Club haben wir einen Kolumbianer kennengelernt, der zufällig ein bisschen Deutsch konnte und uns deshalb ansprach. Seine „Schuld“ war es dann auch, dass wir nach dem Ende der Party um 3 in einen anderen Club weiter sind, wo seine Freunde unterwegs waren… Wir wussten genau, dass das ein großer Fehler ist, aber ganz nach dem Motto: „Wir machen nur ein Auslandssemester“ sind wir dann trotzdem mit und haben bis 5 weitergetanzt.

Bis ich dann nach einem „Mitternachtssnack“ (der schon lange keiner mehr war) endlich geschlafen hab, war es 7… und um halb 10 hieß es aufstehen, da wir Karten für ein Reggaetonfestival hatten. Tja, selber Schuld… Ich sollte es bereuen…

Das beste asiatische Essen meines Lebens?

Am Freitag war der eigentliche Plan, abends im alten Hilton-Hotel zu essen, leider war das ein ziemlicher Misserfolg, da wir zuerst geschlagene 20 Minuten nach dem Eingang suchten, von verschiedenen Leuten in verschiedenste Richtungen geschickt wurden, um dann zu erfahren, dass man reservieren hätte müssen… es fand irgendein Event statt… naja, ziemlich hungrig und genervt haben wir dann irgendein Asialokal in der calle 82 auf google maps gefunden und uns dort hinkutschieren lassen (ohne uber könnte ich nicht mehr leben hier…) Wir sollten allerdings positiv überrascht werden, denn das Essen war unglaublich. Erst waren wir etwas skeptisch, denn es war ein riesen Schuppen, aber die Schlange davor und die schöne Einrichtung (überhaupt nicht kitschig-asiatisch), und vor allem unser Hunger ließen uns trotzdem reingehen. Wir bekamen einen Platz draußen, der aber wegen Außenheizung (was für eine Energieverschwendung) trotzdem warm war. Die Essenskarten waren schonmal wie Kataloge, Fotos zu jedem Essen und das, was wir dann später bekommen sollten, sah wirklich so aus wie auf den Bildern… Und es schmeckte unglaublich gut. Wir hatten Mango-Bananen-Lassis zum Trinken und zwei vegetarische Gerichte, einmal mit Nudeln, einmal mit Reis und Sushi, alles war der Hammer!

http://www.wok.com.co/wps/portal/wok/restaurantes/detalle/Zona%20T

El museo Botero

Noch mehr Kultur gabs am Freitag, Nadine und ich sind in das Museo Botero gegangen (freier Eintritt!) und haben uns in 2,5 h die Werke des kolumbianischen Künstlers und anderer Impressionisten und moderner Maler angesehen, unter anderem Picasso und Monet.

Das kennzeichnende Merkmal der Bilder und Skulpturen Boteros ist das Volumen der Personen, Tier und Dinge. Man könnte die Menschen auch als übergewichtig bezeichenn, aber das trifft es nicht ganz, denn sie sind nicht einfach nur dick, alle sehen irgendwie ähnlich aus, wie Geschwister.

Hier könnt ihr seine Werke sehen:

http://www.banrepcultural.org/coleccion-de-arte-banco-de-la-republica/curaduria/museo-botero

La Monalisa jaja

Ein „Kätzchen“

La cuarta de Mahler

Per Zufall hatten wir vergangenen Dienstag von einem Konzert im Teatro Colón ganz in der Nähe der Uni und meiner Wohnung erfahren. Da wir sowieso alle mal den wunderschönen Saal von innen sehen wollten, haben wir uns Karten (für weniger als 10€) besorgt. Gespielt hat das Nationalorchester von Kolumbien und dafür war der Saal erstaunlich leer… Was aber unser Glück war, denn wir haben ein Upgrade bekommen und viel bessere Plätze in dem wunderschönen großen Saal gehabt als eigentlich gekauft.

Programm war ein Stück für Blasorchetser von Henri Tomasi (1901-1971), Fanfarrias litúrgicas, und die 4. Sinfonie von Gustav Mahler (1860-1911). Beides hat mir erstaunlich gut gefallen, nur die Sopranistin, die bei Mahler zum Zug kam, Karolyn Rosero, war viel zu leise… und leider hat man nichts verstanden (obwohl das doch Deutsch gewesen sein musste?)

Naja, war auf jeden Fall eine schöne Erfahrung, nächste Woche gibt es ein anderes Konzert, auf das wir auch wollen 🙂

 

https://teatrocolon.gov.co/salas

Ein Festmahl

Am vergangenen Dienstag haben wir es dank einer Feundin so richtig krachen lassen… Sie war aus familiären Gründen 10 Tage in Deutschland und kam dann bepackt mit deutschen Leckereien, die wir hier erst so richtig schätzen gelernt haben, zurück: Käse, Brezn, Obazda, Spekulatius, Lebkuchen, Milka-Schokolade und und und…

Nach dem Abendessen waren wir vollkommen überfressen, aber auch ziemlich zufrieden 🙂

PS.: Ein Nasenspray hat sie mir auch mitgebracht, die hier ätzen einem nämlich die Schleimhäute weg… Meine Rettung!

Abschiedsparty

Nachdem ich ziemlich erledigt bin vom vergangenen Wochenende, fällt der Beitrag jetzt eher kurz aus. Und wahrscheinlich werdet ihr denken, ich bin nur noch am Feiern… Aber es sei mir genehmigt, schließlich heißt es schon so bald Abschied nehmen 🙁

Also, am Freitag waren wir auf einer Reggae/ Dub/ Roots-Party in einem alten Schuppen in Chapinero, aber es war genial, die Leute, die auf diese Art Partys gehen, sind einfach die entspanntesten!

Am Samstag haben wir dann fast den ganzen Tag mit Herrichten verbracht, einkaufen, backen, dekorieren… Es war eine Abschieds-/Geburtstagsfeier geplant, in der WG von einer deutschen Freundin, wurde ein ziemlicher Erfolg. Wir hatten einen DJ engagiert und das Haus mit Garten ist einfach ideal für solche Aktionen… Wer sich noch erinnert, am Semesteranfang hatte ich erzählt, dass sie mit Partys ihr Haus abbezahlen wollen und das deshalb regelmäßig machen 🙂

Der Sonntag war dann eher entspannt, wir haben immerhin aufgeräumt und eine ziemlich gesunde Katermahlzeit gekocht.

Fotos folgen, sobald ich welche hab 🙂

Fazit:

  • Man kann zu viert in einem ziemlich kleinen Doppelbett schlafen.
  • Gott straft mich mit einer Erkältung.
  • Irgendjemand hat das Katzenklo als stilles Örtchen missbraucht… ******* oder is der Kater so reinlich geworden, dass er jetzt Klopapier verwendet?!
  • Einkaufen für so ein Event kann unglaublich Zeit kosten…
  • Das nächste Mal bestellen wir die Putzfrau nach anstatt vor der Party…