Was ich vermisse…

Käseeee! Deutschen Käse!!

Haben letzte Woche einen Original Deutschen Bergkäse verdrückt, war das beste Essen seit langem!

 

Jazz-Konzert der Universidad Nacional

Gestern haben wir uns mal wieder was Musikalisches gegönnt, die Big Band der U-Nacional, die gar nicht so big, aber dafür unglaublich gut war, hat ein Konzert gegeben und es geschafft, sogar mich zu begeistern.

Programm waren Stücke von Duke Ellington und anderen Komponisten.

Heute geht’s schon weiter mit der Musik, die angeblich bekannte kolumbianische Band Herencia de Timbiquí gibt ein Konzert, das wir uns nicht entgehen lassen wollen 🙂

Ein Licht am Ende des Tunnels…

Haben heute unser erstes Russisch-Parcial rausbekommen, „unser“, weil es Partnerarbeit war, sowas gibt’s auch nur in Kolumbien haha. Und überhaupt is die Atmosphäre bei den Tests hier eine etwas andere; Profs, die für 5 Minuten zum Telefonieren vor die Tür verschwinden inklusive.

Naja, trotz alledem kommt man dem Lernen nicht aus, vor allem in Russisch. Die Kolumbianer scheinen das noch nicht so ganz begriffen zu haben, denn zu Nadines und meinem Stolz haben wir die beste Arbeit abgeliefert (5,0 wäre 1,0 in Deutschland) und mussten uns bei der enttäuschten Ansprache der übrigen Studenten unrer Lehrerin nicht angesprochen fühlen… Jetzt sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels, Russisch vielleicht doch irgendwie zu bestehen 🙂

Cacio & Pepe

Gestern hatte meine Mitbewohnerin aus Madagaskar Geburtstag und wir wollte zur Feier des Tages essen gehen… Nach einer Odyssee durch den Verkehr der hora pico sind wir dann in einem ziemlich luxuriös aussehenden Italiener angekommen, die Preise auf der Karte wie in Deutschland, also hoch im Vergleich zu anderen Restaurants hier. Dafür gab’s aber auch echtes Geschirr (hier ist es durchaus üblich, von Papptellern zu essen und aus Plastikbechern zu trinken) und einmaligen Service (kaum hat man den letzten Bissen gemacht, schon wird einem der Teller unter der Nase weggezogen; scheint aber hier ein Zeichen von gutem Service zu sein). Und es war mega lecker, hab nur leider eine Pizza mit Schinken erwischt, die ich dann zu einem Salat getauscht habe (ja, lebe immer noch vegetarisch und mir geht’s spitze damit) Nunja, dann kam die Rechnung… Und wir mussten feststellen, dass weder Steuern, noch Service, noch Brot inkludiert waren… und die eine Flasche Wein 92.000 pesos gekostet hat… Und so wurde das zusammen mit den Uber – und Transmileniokosten ein teurer Spaß… Aber gut, kann man sich schon mal leisten.

Wen’s interessiert, hier das Restaurant

Ankunft im Casa Escobar

  Guten Morgen! Okay, bei euch ist es schon Mittag, bei mir ist es aber erst 6:28Uhr… Und ich bin wach, Wunder werden wahr!

Gestern hat uns nach der Landung ein Erick abgeholt. Uns, das waren 2 Französische Studentinnen und ich. Wir hatte einen Kleinbus für uns allein und sind mit Elektromusik bis zum Anschlag aufgedreht durch die Stadt gefahren. Ich bat unsern Chauffeur, bei einer Bank zu halten, weil ich Geld abheben wollte, um den Rest der Miete zu bezahlen. Das tat er dann auch, begleitete mich über die Straße (aus irgendeinem Grund wollte er mich nicht alleine gehen lassen) und schließlich war ich froh, dass er dabei war, denn es klappte alles nicht gleich auf Anhieb. Nach mehrmaligem Karte-Reinstecken und -wiederrausholen (entweder, weil ich zu lange keine Tasten gedrückt hatte oder weil ich den Vorgang aus Versehen abgebrochen hatte) und unfreiwillgem Spenden an irgendeine religiöse Organisation, hatte ich dann 400.000 Pesos.

Die Französinnen waren deutlich energiegeladener als ich, das legte sich aber dann bald, da wir ewig nach ihrer Unterkunft suchen mussten. Mehrmals standen wir vor Häusern mit der scheinbar selben Adresse (obwohl an ganz verschiedenen Orten…) und fragten Leute, die uns wild durch die Gegend schickten. Schließlich riefen wir dort an (nachdem wir umständlich die Nummer rausgefunden hatten) und ließen uns von einem Mann (den wir am Straßenrand aufgabelten und der irgenwie zu diesem Haus gehörte) hinführen.

Durch das lange Rumgesuche konnte ich  die Stadt schon ein bisschen auf mich wirken lassen. Es war schon dunkel (schon um halb 7 ca.) und Sonntag Abend, deshalb nicht sehr viel Verkehr und kaum Menschen unterwegs. Trotzdem sah ich neben vielen Jugendlichen und Familien auch einige Obdachlose und andere etwas zwielichtig wirkende Personen. Ein junger Mann wollte uns bei unsrer Haussuche behilflich sein, bat aber von Anfang an um Geld. Es gab auch ein paar Straßenhunde, die in kleinen Müllbergen nach Fressbarem suchten. Was ich sehr schön finde, sind die Wände und Mauern. Alles ist voll mit Graffiti, aber nicht so hässliches Zeug, sondern richtige Kunstwerke. Und der Blick von der Straße, die zum Monserrate hochführt, war wunderschön. Einige bunt beleuchtete Hochhäuser in einem unendlichen Lichtermeer, Berge (oder Wolken?) im Hintergrund. Ich habe noch nie eine so schöne Stadtkulisse gesehen. Leider konnte ich kein Foto machen, aber ich habe im Internet einige gefunden, so ganz kommen die an die Wirklichkeit aber leider nicht ran.

Ich unterhielt mich mit Erick. Er entpuppte sich als sehr nett, fast ein bisschen zu nett. Er meinte, er zeige  mir Bogotá und ich solle ihm irgendwann Deutschland zeigen. Und dabei wirkte er nicht so, als mache er Spaß. Ich sagte, er müsse Deutsch lernen und er erklärte mich zu seiner Lehrerin. Das einzige deutsche Wort, das er aber dann auf meine Nachfrage wissen wollte, war „gustar“ (gefallen, mögen) haha und immer wieder warf er mir dabei bedeutungsvolle Blicke zu. Er sagte, ich habe mir den besten Ort ausgesucht und in dem Zusammenhang lernte ich dann, dass man „conquistar“ (erobern) auch im Spanischen nicht nur für Gebiete verwendet, sondern es dabei genau so gut um eine Frau gehen kann. Ich hatte gehofft, ihn mit Erzählungen von dir, Alfredo, etwas auszubremsen, trotzdem schrieb er mir vor dem Aussteigen seine Nummer auf einen Zettel und meinte, ich könne jederzeit auf seine Hilfe zählen. Ein bisschen übermotiviert vielleicht, aber vielleicht war das alles auch nur Fehlinterpretation.

Am Casa Escobar angekommen klingelten wir (eine ziemlich fancy Klingel, mit Kamera) und Paola öffnete. Sie war mega nett und erklärte mir, dass sie erst morgen mit mir gerechnet hatten. Es stellte sich heraus, dass sie meine letzten Mails nicht bekommen hatte, weshalb ich wohl auch keine Antworten erhalten hatte. Sie zeigte mir mein eigentliches Zimmer, das allerdings noch etwas chaotisch aussah, weil sie es erst herrichteten; und quartierte mich dann einstweilen im Nebenzimmer ein. Nach einer kurzen Führung und einer Dusche fiel ich dann endlich ins Bett und schlief wirklich gut. Jetzt hört man allerdings den Lärm von der Straße, Motorengeräusche, Hupen, Gespräche,  Hundegebell… Aber ich werd mich dran gewöhnen, mein Zimmerfenster wird nämlich auch auf die Straße raus gehen. Meine Mitbewohner hab ich noch nicht kennen gelernt, 2 sind wohl schon da, 2 andere kommen diese Woche.

So, jetzt noch ein paar Fotos und dann hören wir uns bald wieder!

 

 

 

…gut gelandet!

Bin nun endlich in meinem Haus angekommen, ist alles im Großen und ganzen gut gelaufen, ich sterbe vor Müdigkeit, bin seit über 22 Stunden wach glaub ich, deshalb hier jetzt erstmal das, was ich im Flugzeug geschrieben habe. Wird noch ergänzt, die interessanten Sachen fehlen noch 🙂

Sodalo, jetzt folgt also tatsächlich der zweite Eintrag… Und ich könnte diesmal wohl einen ganzen Roman verfassen. Eine Stunde sitz ich schon in meinem zweiten Flieger, mindestens 10 weitere folgen noch… Und irgendwie muss ich mir die Zeit vertreiben, entschuldigt eventuell zu detaillierte Ausführungen.

Eigentlich könnte ich auch genug anderes tun, als meinen Blog mit neuem Geschwafel zu füllen. Ich bin – war das eigentlich Absicht, Mama? – in der Premium Economy von Air France gelandet. Zumindest bei diesem zweiten Flug. Und deshalb genieße ich jetzt nicht nur einen extrem bequemen Sitz mit extra viel Platz vor mir, sondern auch Strom und einen eigenen Multimediadisplay. Okay, die normale Economy Class hat auch einen, aber der fällt deutlich kleiner und qualitativ minderwärtiger aus. Ich könnte mir aktuelle Kinofilme ansehen, Nachrichten aus aller Welt lesen, die neuesten CDs hören oder Spiele spielen… Vielleicht probier ich da noch das ein oder andere aus. Meine französische Sitznachbarin ist aber eindeutig kreativer als ich, sie bestickt tatsächlich Handtücher! Wahrscheinlich, um ihre Nerven zu beruhigen, nachdem ihr voriger Flug fast zu spät ankam. Aber es scheint zu funktionieren, wir haben uns schon gut unterhalten.

Eigentlich war der Plan, erstmal ein bisschen zu schlafen hier, aber den hab ich schnell aufgegeben. Es geht zu wie am Stachus. Dauernd rollen die Stewardessen ihre Wägelchen durch die Gänge – von denen diese Riesenmaschine 2 hat, also Gänge, nicht Stewardessen – und verteilen Getränke, Snacks, kleine Täschchen mit Zahnbürste und anderen Utensilien und alles mögliche andere. Ich glaube, bald gibt’s auch Mittagessen (es ist schon halb 3 und außerdem riecht es verdächtig nach nicht näher definierebarem Essbarem). Also an Schlafen war trotz meiner Müdigkeit bisher leider nicht zu denken. Obwohl ich heute Nacht grade mal 3 Stunden abgekriegt hab.

Meine Familie war noch beim Vietnamesen zum Abschiedsabendessen sozusagen (ja, ich weiß, deutsche Küche hätte mehr Sinn gemacht, aber das Sen ist einfach unschlagbar) und danach gings dann ans Koffereinpacken. Eigentlich war schon alles bereit, ich musste meine herausgesuchte Kleidermenge aber noch deutlich reduzieren und außerdem musste der ganze Kram auch verstaut werden. Der erste Versuch, alles in einen großen Koffer zu quetschen scheiterte kläglich, 10 kg Übergewicht haha… Also Koffer wieder auf und gut ein Drittel rausholen. Zum Glück durfte ich bei meinem Hinflug 2 Gepäckstücke aufgeben, lag wahrscheinlich auch an diesem Premium-Schnick-Schnack, und so füllten wir noch eine zweite Tasche. Naja, bis das dann erledigt war, war es schon spät, aber ich hatte noch ein paar Dinge zu tun und bis ich zum Schlafen kam, war es fast 3. Um viertel vor 6 klingelte mein Wecker; ich wollte noch duschen und Ami und meine Mam sich verabschieden. Mein Dad hat mich dann zum Flughafen gebracht und um 9.40 hob ich ab Richtung Paris.

Dort erwartete mich dann die erste Hürde, da ich mein Gate wechseln musste, um den Anschlussflug zu bekommen. Hat aber alles geklappt und nun schwebe ich über dem großen Teich. Zwei weitere Herausforderungen warten noch: Die Abholung am Flughafen von einer Person der Uni, deren Namen ich nicht kenne und deren Telefonnummer ich nicht habe; und die Ankunft im Casa Escobar, meiner WG… Ich hoffe, es ist jemand da, wenn ich ankomme, meine letzten Mails blieben nämlich unbeantwortet. Aber wird schon alles werden!

 

 

 

Nun ist es bereits 16.45 in Deutschland, das Mittagessen kam tatsächlich – Nudeln mit Gemüse, Baguette mit Käse und Tomaten und ein Schokotarte – und ich habe ein bisschen geschlafen. Als ich aufgewacht bin, lag ein Zettel vor mir. Nachdem ich mich erstmal ziemlich ratlos bei meiner regelmäßig in Bogotá arbeitenden Sitznachbarin erundigt hatte, wusste ich, dass die Zollbehörde wissen will, ob man mehr als 10.000$ ins Land bringt oder sonstiges spezielles Tamtam.

Ganz andres Thema: Ich muss wirklich mal positiv anmerken, dass sie die Klima hier gar nicht bis zum Exzess einsetzen, es ist sehr angenehm warm, fast schon zu heiß mit der Decke, obwohl mit eigentlich immer eher kalt ist! Inzwischen habe ich sogar tatsächlich meinen gestern extra ausgegrabenen und zu meinem Erstaunen immer noch voll einsatzfähigen MP3-Player gegen eine der vorhandenen CDs von Kygo getauscht.

Wenn es sowas wie ein typisches Fluggetränk gibt, ist das bestimmt Tomatensaft, oder? Hab ich mir vorhin auch noch gegönnt…

Schaut man aus dem Fenster, sieht man nichts, außer Wolken weit unter uns und Meer, Meer, Meer… Schon krass, da jetzt einfach drüber zu fliegen. Und mit jeder Minute komme ich Bogotá näher! Hab mir vorhin schon ein paar Tipps geben lassen von meiner Nachbarin. Sie meinte, ich solle am Flughafen Geld wechseln, weil das dort billiger ist und heute am Sonntag der Kurs eh gut ist. Mal schauen, ob ich das mache, vielleicht hebe ich mir meine Euro auch für die Heimreise auf und hebe lieber gleich mal irgendwo Geld ab. Ich hoffe, meine Kreditkarte funktioniert! Und sie meinte, man merke die Höhe von über 2600 Metern v.a. in der ersten Woche, dann gewöhnt man sich dran. Ich bin schon neugierig, ob mir das Joggen irgendwie schwerer fällt in der ersten Zeit. Was ich auch hoffe, ist, dass jemand von meinem Haus mitgeht zum Laufen! Wäre cool, die ersten Male nicht alleine unterwegs zu sein. Vor dem Regen hat sie mich auch noch gewarnt. Hab mir gestern extra noch einen Regenmantel gekauft, wird mir sicher gute Dienste leisten.

Was ist eigentlich dieses komische “Pling”, dass in bestimmten Zeitabständen in jedem Flugzeug zu hören ist? Habe bis jetzt noch keinen Sinn dahinter gefunden… Falls das jemand weiß, erklärt mir das mal!

Ich bin schon gespannt, wer von meinen Mitbewohnern heute da ist. Insgesamt sind wir 6, soweit ich weiß 4 Kolumbianer und ein Venezolaner. Wobei ich nicht weiß, ob Männlein oder Weiblein. Was ich aber weiß: Ich muss Spanisch reden ? Da schon wieder diese “Pling”…

Okay, fürs Erste wars das jetzt mal, ich hoffe, ich habe bald Wlan, um das hier hochzuladen!

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