Caliiii

So meine Lieben! Nachdem die Uni diese Woche „Semana Rosarista“ hat, also kein Unterricht stattfindet, haben Joza und ich die vergangenen Tage in Cali verbracht. Zu Beginn etwas schlecht drauf, da unsere Flüge gecancelt und nach ewigem Hin und Her umgebucht wurden, sodass wir bereits Freitag Nacht anstatt Samstag morgen fliegen mussten, also eine zusätzliche Nacht im Hotel zahlen. Außerdem hat der Taxifahrer die Adresse nicht gefunden und wir sind ewig sinnlos durch die Gegend gegurkt… aber letzten Endes hat sich der ganze Ärger gelohnt.

Wir sind also Freitag nach Mitternacht (also eigentlich schon Samstag) völlig fertig im Hostel angekommen, wurden aber mega lieb empfangen und waren begeistert von unsrer Unterkunft (http://hostalpajarapinta.co/).

Am Samstag in der Früh haben wir uns auf eigene Faust und um das Touri-Klischee zu bestätigen, mit Stadtplan auf den Weg durch Cali gemacht. Vorteile gegenüber Bogotá: Warme 30° und viel entspanntere Leute. Nachteile: Als Gringa erntet man leider noch mehr „Komplimente“ und Blicke als in Bogotá und die Stadt empfand ich im Großen und Ganzen als nicht unbedingt schöner. Nachmittags haben wir dann aber mit einer anderen Deutschen, die zufällig aus unserem Hostel war, eine Free Walking Tour mit einem superlieben Caleño, der uns viel über Stadt (die besonders für Salsa bekannt ist) und Region (welche vor allem wichtig in der Zuckerrohrproduktion ist) erzählt hat. (https://de.wikipedia.org/wiki/Cali)

Abends waren wir dann mit unsrer Deutschen Bekanntschaft und einem Kolumbianer aus unsrem Hostel in der Topa Tolondra, einem der Salsaclubs der Stadt. Und ich muss sagen, Übung macht den Meister haha. Wir haben nette Leute kennengelernt und waren ziemlich spät wieder zu Hause…

Deshalb wurde der Sonntag eher unproduktiv, wir haben aber immerhin die Cristo-Rey-Statue besucht, die bis auf die Fußstellung und die Höhe (10m niedriger) der Statue von Rio de Janeiro entspricht. Den Sonnenuntergang haben wir dann mit Blick über die Stadt aus einem Café genossen und dann ging’s früh ins Bett, nachdem wir unsre Bekanntschaften vom Vorabend in unserm Hostel bekocht hatten.

Gestern sind wir dann tatsächlich um 5 aufgestanden, um die insgesamt mehr als 4-stündige Fahrt nach Salento auf uns zu nehmen. Der kleine Ort in der Zona Cafetera ist zwar ganz nett, aber leider sehr touristisch, weshalb wir (stehend auf dem Trittbrett eines Jeeps) weiter rein in das Valle Cocora gefahren sind, ein Naturschutzgebiet mit atemberaubender Landschaft. Wir haben eine Tour zu einem Aussichtspunkt auf Pferden gemacht, leider hat man wegen des starken Regens und den Wolken kaum was gesehen. Zum Glück hat uns das schlechte Wetter zum Großteil verschont, wir hatten mit Hitze gerechnet, da wir dummerweise das Wetter nicht gecheckt hatten, und waren dementsprechend schlecht ausgestattet. Frieren war die Strafe… Die Berge voller Kühe (aus der Normandie!) und Wachspalmen sind ziemlich skurril, aber unglaublich beeindruckend alles.

Eigentlich war am Abend eine erneute Salsa-Eskalation geplant, wir waren aber nach der endlosen Rückfahrt (mit einem unglaublich mutigen Busfahrer) um Mitternacht endlich zu Hause so fertig, dass darauf ein gemütlicher Abend im Hostel folgte…

Heute ging’s dann wieder zurück, den nur 40-minütigen Flug hat uns dann aber nach all dem Ärger mit der Airline ein Upgrade zur ersten Klasse versüßt.

PS.: Das Wichtigste nach 4 Nächten im Doppelbett: Mein eigenes weiß ich jetzt wenigstens so richtig zu schätzen…

PPS.: Fotos folgen als bald möglich! Hier einstweilen einige wenige:

2 Antworten auf „Caliiii“

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