Sodalo, trotz der fehlenden Fotos gibt’s jetzt den lang ersehnten Beitrag über Santa Marta. Und eines vorneweg: Es war genial.
Am Mittwoch sind wir zu viert in den Flieger nach Santa Marta gestiegen, eine Freundin aus Dresden, Eleonore (aus Holland)eine Holländerin, Joza und ich. Hannah war ziemlich angeschlagen und nahm jede Menge Medikamente, was ihr später noch zum Verhängnis werden sollte…
In Santa Marta angekommen, mussten wir unsre langen Sachen erstmal gegen kurze Hose und Top tauschen, es hatte 30° (Story am Rande: Meine Jeans ist am Flughafen aufgerissen, hab sie weggeschmissen haha). Dann nahmen wir ein Taxi ins Zentrum von Santa Marta und suchten uns ein Restaurant. Anschließend mussten wir noch einiges besorgen, da wir nur mit handgepäck geflogen waren, und machten uns auf den Weg zum Supermarkt… Was unsre Dresdnerin noch gerade so schaffte… Sie klagte über Übelkeit und sah wirklich gar nicht gut aus. Deshalb ließen wir sie im supermarkteigenen Café ausruhen und zogen zu dritt los, um unser Zeug zu besorgen. Weil wir uns etwas Sorgen machten, schickten wir die Holländerin schon eher zurück und Joza und ich besorgten den Rest… Als wir zu den anderen zurückkamen, saß die Holländerin alleine bei unseren Rucksäcken und erzählte uns, was passiert war: Die Dresdnerin hatte sich im Café vor allen Leuten übergeben müssen, da sie aus lauter Pflichbewusstsein unsere Taschen nicht unbeaufsichtigt lassen wollte, um auf die Toilette zu gehen. Und so verbrachte sie die nächsten eineinhalb Stunden auf dem Klo, mehr tot als lebendig, sie meinte, die Aspirin hatte sie nicht vertragen… Wir hätten sie fast in ein Lrankenhaus gebracht. Der Securitymensch hielt sie für eine Drogenabhängige und die Putzfrau war sauer, weil sie das Klo so lange belegte (obwohl niemand es benutzen wollte). Alle Anwesenden gaben Tipps, was wir tun sollten und letzten Endes nahmen wir ein Taxi zum Hostel in Taganga (klick!), damit sie sich ausruhen konnte. Abends ging es ihr dann zum Glück wieder besser. Das Hostel war ein Traum, Blick auf die Bucht und Taganga, kaum Gäste außer uns (die „Partys“ abends mit Musik, aber ohne Gäste waren etwas seltsam) und super Cocktails. Abends gingen wir in das Dorf runter, genossen das Meer und den Flair und fanden ein einmaliges vegetarisches Restaurant.
Am Donnerstag fuhren wir mit einem kleinen Motorboot an den Strand im Parque Tayrona. Aber zunächst erwartete uns eine böse Überraschung… Nachdem wir für die Hin- und Rückfahrt schon gezahlt hatten (die Dresdnerin war eindeutig zu fertig, um den Weg zu Fuß zu laufen, was auch möglich ist), hieß es bei der Ankunft: Nochmal zahlen, da wir unsere Pässe nicht mithatten… Und daher der Preis für Ausländer hinblättern mussten. Trotz Studentenausweis und 40-minütiger Diskussion… Nichts zu machen. Naja, unser Ärger verflog dann, als wir nach kurzem Marsch durch den Regenwald einen Strand eintdeckten. Ohne Menschen, für uns alleine… Es war wie im Paradies, türkises Wasser, Palmen, Sandstrand, googlet einfach mal… Wir chillten den ganzen Tag und fuhren dann mit dem Boot (das jetzt mit singenden Jugendlichen aus Israel (?) besetzt war) zurück. Joza hat sich an diesem Tag trotz Sonnencreme den Sonnenbrand des Todes geholt…
Freitag Mittag ging es dann per Bus nach Palomino, etwa 2 Stunden entfernt. Und ich habe mich verliebt in dieses Dorf. Kleine Hütten am Meer, Sandstraßen, Bars am Strand, die Menschen führen ein bescheidenes, aber glückliches Leben, dort angekommen kann man gar nicht anders, als zu entspannen und das Leben zu genießen. Unser Hostel ( klick!) dort war ein riesen Strohhaus mit Hängematten und Gemeinschaftküche und superlieben Leuten aus aller Welt. Zur Begrüßung hat’s uns erstmal komplett abgeschüttet, wir hatten aber so Hunger, dass Joza und ich trotzdem zum nächsten Laden durch die Wassermassen gewatet sind. Zu Beginn noch mit einem halben Riesensonnenschirm, den wir dann aber bald am Straßenrand zurückgelassen haben, da er uns mehr behindert als geholfen hat… Pitschnass haben wir uns dann von einem Jugendlichen im Supermarkt auslachen lassen. Aber das Abendessen war gesichert.
Am nächsten Tag waren wir dann am Meer, haben sogar einen Strandritt gemacht. Wenn auch mit etwas „gemütlichen“ und eindeutig zu dünnen Pferden, einem „Guide“, der kein Wort von sich gegeben hat, und mein Pferd hat sich für ein Kamel gehalten und sich mitten auf dem Weg hingelegt. mit mir oben drauf. Ich deute das mal als Zeichen völliger Entspanntheit haha.
Den Abend haben wir mit Cocoloco am Strand verbracht und bis spät geredet, am Sonntag gings nach 3 Stunden Schlaf wieder zum Flughafen. Nach 3 Stunden Bus und Taxi, 2 Stunden Flug und nochmal 1 Stunde Bus kamen wir dann total fertig zu Hause an. Und auf Joza und mich wartete eine 1-stündige Präsentation in „Problemas sociales colombianos“ am Montag, die wir dann im Halbschlaf bis Mitternacht mehr oder weniger gut vorbereiteten. Dafür lief sie dann aber erstaunlich gut.
PS.: Hab meine erste Note in Russisch: 5,0 (kriegt keinen Herzinfarkt, das ist hier die beste Note :))
Fotos folgen!